Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Verantwortung für die Vielfalt übernehmen

Am 1. September eröffneten die Kirchen im Botanischen Garten in St.Gallen die „Schöpfungszeit“. Thema der diesjährigen Schöpfungszeit ist „Vielfalt – Geschenk Gottes“. Damit beteiligen sich die Kirchen am Internationalen Jahr der Biodiversität.
 
Wie wirkt die Kamille, wie das Johanniskraut? Auf einem Rundgang durch den Botanischen Garten zeigte Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens, die verschiedensten Heilkräuter und referierte über die Heilpflanzen-Tradition in St. Gallen. Rund siebzig Personen lauschten seinen spannenden Ausführungen zu den Nutzgärten des Gallus Klosters und deren Pflanzenvielfalt.

Und beim Gang entlang der Beete und Pflanzungen konnten sich die Teilnehmenden gleich selbst ein Bild über die unendliche Pflanzenvielfalt machen. „Vielfalt – Geschenk Gottes“ lautet nämlich das Thema der diesjährigen „Schöpfungszeit“, zu deren Auftakt die Ökumenische GFS-Kommission (Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung) der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) SG/AR/AI in den Botanischen Garten in St.Gallen geladen hatte.

Pfarrer Lorenz Becker, Dekan der katholischen Kirche, wies auf die Wunderwerke der Natur hin, Pfarrer Heinz Fäh, Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche, erzählte aus seinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen zur Schöpfung. Daniel Konrad, christkatholische Pfarrer, erinnerte daran, dass die Schöpfung uns nicht brauche, wir sie jedoch schon, und der serbisch-orthodoxe Pfarrer Ljubomir Kotarcic sprach über die Segnung der Felder in der Frühlingszeit. Alle vier Vertreter richteten überdies Grussworte ihrer Kirchen aus.

Alljährlich begehen die Kirchen vom 1. September bis 4. Oktober die Schöpfungszeit. Anlass dazu ist der Beginn des orthodoxen Kirchenjahres, wo traditionell Gott dem Schöpfer gedacht wird. Schlusspunkt der Schöpfungszeit ist jeweils der Gedenktag des Franz von Assisi. Die Schweizer Kirchen empfehlen Kirchgemeinden und Pfarreien, die Schöpfungszeit zu feiern. kid/ba
 
Brigitta Ackermann; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
06.09.2010

 
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