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„Die Kontakte werden mir fehlen“

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Ende Juni tritt Margrit Eggenberger von ihrem Amt als Kirchenrätin der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen zurück. Im Zentrum ihrer Tätigkeit habe der Dienst am Mitmenschen gestanden, sagt sie. |
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„Als Kirche müssen wir zu den Menschen hingehen. Es reicht nicht, dass wir warten, bis sie zu uns kommen“, sagt Margrit Eggenberger. Bereits als Religionslehrerin und Mitglied des Kirchenparlamentes war sie von diesem Grundsatz überzeugt. Erst recht dann als Kirchenrätin.
Seit elf Jahren sitzt die Grabserin in der siebenköpfigen Exekutive der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, seit fünf Jahren als Vizepräsidentin. Und all die Jahre betreute sie mit der Diakonie und der Jugendarbeit Ressorts, bei denen es darum geht, die eigenen vier Wände zu verlassen.
„Eine Erfolgsgeschichte“
Sichtbarstes Resultat dieses Hinausgehens sei der Kirchliche Sozialdienst (KSD), sagt Margrit Eggenberger. Bereits vor mehr als zwanzig Jahren richteten die katholische und reformierte Kirche an der Gewerbeschule in Wattwil einen Kirchlichen Sozialdienst ein. Vor zwölf Jahren folgte ein KSD am Berufsschulzentrum Rorschach. Mit der Übernahme sämtlicher Berufsfachschulen durch den Kanton, habe sich 2003 dann ein Fenster geöffnet in Kooperation mit Kanton und Schwesterkirche flächendeckend Sozialdienste einzurichten. Seit vergangenem Sommer verfügten nun sämtliche Berufsfachschulen über einen KSD. „Die Dienste sind eine Erfolgsgeschichte“, sagt Margrit Eggenberger. Immer öfter fragten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bei den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern um Rat und Unterstützung nach.
Die professionelle Begleitung junger Menschen steht auch bei der Jugendarbeit im Zentrum. Daher sei ihr die Entwicklung des ökumenisch angebotenen Nachdiplomkurses Jugendarbeit ein besonderes Anliegen gewesen, sagt Margrit Eggenberger. Um mit Jugendlichen zu arbeiten, reiche nicht lediglich der gute Wille.
Stichworte zum diakonischen Engagement von Margrit Eggenberger sind „Runder Tisch gegen Menschenhandel“, „Fokus Sozialhilfe“ oder „Ökumenisches Diakonieforum“. Ziel all dieser Projekte sei es, das Schicksal von Menschen, denen es nicht so gut gehe, ins gesellschafliche Blickfeld zu rücken. „Es sind unsere Mitmenschen“, begründet sie ihren Einsatz
Kontakte vermissen
Die Menschen seien es denn auch, die sie nach ihrem Rücktritt vermissen werde. Ende Juni ist Schluss. Mit dem Erreichen des Pensionsalters tritt sie als Kirchenrätin zurück und gibt alle damit verbundenen Ämter ab. Sie habe sich gerne mit den Mitarbeitenden ausgetauscht, Bewerbungsgespräche geführt, „etwas Praktisches gemacht“, sagt sie. „Zwar freue ich mich nun auf die Lücken im Terminkalender, doch werden mir die mit dem Amt verbundenen Kontakte fehlen“. kid/Ack |
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Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
29.06.2010 |
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