Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Eine Rose von der Miss - Miss Ostschweiz Dominique Christinger engagiert sich für „Brot für alle“



 
Miss Ostschweiz Dominique Christinger verkauft Rosen für die diesjährige Kampagne der beiden Hilfswerke „Brot für alle“, „Fastenopfer“ und spricht mit Jugendlichen über den Klimawandel.
 
Hat Ihnen auch schon einmal die Miss Ostschweiz eine Rose überreicht? Nicht? Am 14. März könnte es soweit sein. Von zehn bis zwölf Uhr steht Dominique Christinger mit einem grossen Bund roter Rosen beim Vadian in St.Gallen. Eine kostet einen Fünfliber – und dieser ist für einen guten Zweck. Die schönste Ostschweizerin engagiert sich für die diesjährige Kampagne von „Brot für alle“ und „Fastenopfer“. „Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht“, lautet der Slogan der diesjährigen Sammelaktion der beiden kirchlichen Hilfswerke.

Einsatz über die Grenzen
Dominique Christinger belässt es jedoch nicht nur beim zweistündigen Rosenverkauf. Sie besucht zusammen mit einer Mitarbeiterin von „Brot für alle“ in den nächsten Wochen Schulklassen und Gruppen von Konfirmandinnen und Konfirmanden, spricht mit den Jugendlichen über den Klimawandel und seine Folgen für die Länder des Südens sowie ihre Motivation, überhaupt darüber zu reden.
Letztere gehe schon auf ihre Kindheit zurück, sagt Christinger. „Schon früh habe ich mich für Afrika interessiert“. Daraus sei dann der Wunsch entstanden, eines Tages für „Médecins sans frontières“ zu arbeiten. Um aus dem Wunsch Realität werden zu lassen, möchte Dominique Christinger ihre Lehr- und Wanderjahre im Gesundheitswesen bestreiten. Zwischenstation ist derzeit die Fachmittelschule an der Kantonsschule am Brühl in St.Gallen. Anschliessend habe sie den Ausbildungsplatz zur Pflegfachfrau am Kantonsspital bereits auf sicher, freut sich die Wittenbacherin.

Arbeit über Senegal
Das Rüstzeug für die Gespräche mit den Jugendlichen hat sich Dominique Christinger in den letzten Monaten erarbeitet. In einer Semesterarbeit zeigt sie auf, wie sich die Lebensumstände der Bevölkerung des westafrikansichen Landes Senegal wegen des Klimawandels verändern. Im zweiten Teil des 40-seitigen Papiers skizziert sie Projekte – etwa Massnahmen gegen die Bodenerosion – welche das Hilfswerk „Brot für alle“ unterstützt.
Nach ihrer Wahl zur Miss Ostschweiz sei der Leiter der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen mit einer Anfrage um ein Engagement auf sie zugekommen. Dadurch sei der Kontakt zu „Brot für alle“ entstanden, erklärt Christinger ihre Themenwahl.
„Weil mich die Arbeit von ‚Brot für alle‘ beeindruckt, möchte ich mich nun dafür einsetzen“. Vielleicht könne sie ihre Popularität ein bisschen nutzen, um die Botschaft des Hilfswerkes weiter zu tragen. Etwa jene, dass wir weiter denken müssen – zeitlich und geografisch.
Und auch für sich selber habe sie in den vergangenen Monaten eine Botschaft verstanden: „Das wirkliche Leben findet nicht auf dem Laufsteg statt“.
Bild: Miss Ostschweiz, Dominique Christinger spricht über den Klimawandel und ihre Motivation, darüber zu sprechen. Bild: Ack
 
kid/Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
24.02.2009

 
 
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