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Auf dem Weg zur Generationenkirche

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Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Uznach und Umgebung befindet sich derzeit mitten in einem Prozess der Neuverortung. Mit dem Projekt Generationenkirche nimmt man eine Standortbestimmung vor, die bedürfnisorientiert angepasste Angebote hervorbringen und das Gemeindeleben nah bei den Menschen bereichern sollen. |
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Mit der Impulsveranstaltung am gestrigen Mittwoch, 20. August, fiel im Kirchgemeindehaus in Uznach der offizielle Startschuss zu dem mehrjährigen Projekt. Ein Kaltstart war dies aber ganz und gar nicht, wie Ursula Schweizer, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, einleitend erklärte. Bereits mehr als zwei Jahre hat man sich mit dem Thema Generationenkirche befasst. Ein Modell, das unter dem Namen Familien-Kirche auch von der Kantonalkirche seit rund fünf Jahren verfolgt wird, wie Peter Christinger, Beauftragter Familien und Kinder der Evang.-ref. Kirche des Kantons St.Gallen, erklärte. Als symbolische Geschenke zum Start der Projektphase in Uznach hatte Christinger ein kleines Segelboot mitgebracht, welches den Weg verdeutlichte, auf den man sich nun begeben hatte, sowie ein Leuchtturm, der den Halte- und Orientierungspunkt versinnbildlichte, den die Gemeinde auf ihren Weg nicht aus den Augen verlieren sollte.
Bedürfnisse der Gemeindemitglieder als Ausgangspunkt
Auf diesem Weg wird die Gemeinde von Danielle Cottier, Konzeption und Fachbegleitung, unterstützt, die den Anwesenden gestern die grundlegenden Ideen des Modells vorstellte. So musste zunächst der Begriff der Familie definiert werden, welcher als Generationennetz verstanden werde und heute vielfältige Formen kenne, wie sie durch statistische Fakten zu den Familiensituationen in der Schweiz verdeutlichte. „Jede Familiensituation ergibt aber andere Bedürfnisse, die alle in einer Kirchgemeinde einbezogen werden sollten“, stellte Cottier fest. Dies insbesondere, indem die Kirchgemeinde ein Ort der Begegnung ist, in dem die Generationen zusammen treffen. „Es geht darum, eine Brücke zu schaffen zwischen der Tradition und den heutigen Bedürfnissen.“
Dementsprechend konnte eine Einteilung in verschiedene Kerngruppen innerhalb einer Gemeinde vorgenommen werden, die von der klassischen Kleinfamilie bis zu Betagten reicht. Gruppen, die naturgemäss alle unterschiedliche Bedürfnisse haben. Von diesen Erkenntnissen ausgehend, machte man sich daran, diese verschiedenen Erfordernisse zu ermitteln, an denen sich die Angebote der Kirchgemeinde getreu dem Motto 'Nahe bei Gott und nahe bei den Menschen' ausrichten sollten. So wurde zusammengetragen, was die Menschen in den jeweiligen Gruppen im Alltag belastet und welche konkreten Bedürfnisse sich daraus ableiten lassen. Diese Vorgehensweise zeigte bereits deutlich, dass in dem Modell Generationenkirche der Alltag mindestens genauso wichtig ist, wie der Festtag. Orientiert an den Menschen ist deshalb die Gastlichkeit ein zentrales Qualitätsmerkmal einer Kirchgemeinde. Das Modell der Generationenkirche kehrt den Grundsatz 'Du sollst' in die geistige Grundhaltung: 'Schaut hin, hört zu, nehmt wahr!' um. „Dabei ist auch wichtig, dass die Generationenkirche eigenständiges Handeln ermöglicht, indem sie die Rahmenbedingungen bietet“, führte Cottier weiter aus.
Entwicklung eines Identitätsprofils der Generationenkirche
Auf Basis der Erkenntnisse der Impulsveranstaltung nimmt die Projektgruppe aus Gemeindemitgliedern nun die Arbeit auf und wird im folgenden Jahr die verschiedenen Bedürfnisse weiter ermitteln, sortieren und erste Massnahmen daraus ableiten. Auf diesem Weg wird die Gruppe weiter von Cottier unterstützt werden und ein Identitätsprofil der Generationenkirche Uznach und Umgebung entwickeln. Dieses Profil wird das Herzstück bilden, welches die Haltung zur Familie, den verschiedenen Generationen, sowie die Ziele definiert. Daraus abgeleitet wird auch die Organisation angepasst werden, welche die Generationenkirche als Gemeinschaftswerk verschiedener Teams, die interdisziplinär zusammenarbeiten mit aufeinander abgestimmten Betriebsabläufen strukturiert. Eine Anpassung werden auch die Infrastrukturen, also die Kirchenräume erfahren, die generationenübergreifend begegnungsfreundlich gestaltet werden sollen. „Dies kann schon mit ganz kleinen Veränderungen wie einer Sitz- und Spielgelegenheit am richtigen Ort geschehen“, so Cottier. Auch die Angebote werden aufbauend auf den Erkenntnissen der Bedürfnisermittlung angepasst, wobei Altbewährtes mit Neuem verbunden werden soll.
Von: Nadine Rydzyk |
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Eingabe durch Peter Christinge; Arbeitsstelle Familien und Kinder,
21.08.2008 |
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Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Familien und Kinder,
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