Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Kurzmeldungen aus dem St. Galler Kirchenrat

Drei kurze Meldungen aus der Juni-Sitzung des Kirchenrats der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen
 
Fäh übernimmt von Bösch
Anfang Juli hat der Rapperswil-Joner Pfarrer Heinz Fäh sein neues Amt als Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen angetreten. Entsprechend hat sich der Kirchenrat bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause neu konstituiert. Heinz Fäh übernimmt von seinem Vorgänger Jakob Bösch das Ressort „Kirche im Dialog“. Die bisherigen Kirchenräte behalten ihre Ämter.
Die Ressortverteilung in der Exekutive der St.Galler Kirche sieht somit wie folgt aus: Dölf Weder, Kirchenratspräsident mit dem Ressort Theologie, Pastorales und Musik; Heinz Fäh, Kirche im Dialog; Margrit Eggenberger, Jugendfragen und Diakonie; Martin Schmidt, Religionsunterricht; Elisabeth Frick Tanner, Erwachsenenbildung; Hans Peter Schmid, Finanzen, Heidi Baer, Öffentlichkeitsarbeit.
Heinz Fäh nimmt überdies in verschiedenen Kommissionen und und Konferenzen Einsitz. So vertritt er etwa die St.Galler Kantonalkirche in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in den Kantonen St.Gallen und Appenzell oder in der Deutschschweizerischen Kirchenkonferenz.

Kirchlichen Sozialdienst ausbauen
Der seit fünf Jahren bestehende kirchliche Sozialdienst (KSD) an den Berufsschulen des Kantons St.Gallen hat sich bewährt. Daher soll er auf Antrag des Erziehungsdepartementes weiter ausgebaut werden.
Der KSD wird heute in neun von zehn Berufsschulen angeboten und dessen Mitarbeitende leisten wertvolle Beratungs- und Unterstützungsarbeit für Lernende, Lehrende, Lehrbetriebe und Eltern. Die zehn Sozialarbeiterinnen- und -arbeiter verfügen über ein Pensum von insgesamt 500 Stellenprozenten.
Nun soll der Dienst um weitere 100 Stellenprozente aufgestockt werden. Dies ist nötig, weil auch am Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen ein kirchlicher Sozialdienst eingerichtet und die Dienstleistung am Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe St.Gallen ausgebaut werden soll.
Das Erziehungsdepartement beantragt nun, den KSD per 1. Januar 2009, unter Anwendung des bisherigen Kostenschlüssels (3/5 Kanton, je 1/5 reformierte und katholische Kirche), aufzustocken. Der Kirchenrat stimmt diesem Antrag zu, unter der Bedingung, dass der Begriff „Kirchlicher Sozialdienst“ in allen Berufsschulen weiterhin konsequent verwendet wird.

Wohnheim und Dorfentwicklung
Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche hat an seiner Sitzung verschiedene Beiträge für Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gesprochen.
So wird mit 5000 Franken etwa die Rheintaler Organisation Regalo unterstützt, welche sich für die Dorfentwicklung in Ecuador einsetzt. Die Entwicklungsorganisation des Cevi Schweiz erhält 10000 Franken zur Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit von Frauen in Palästina und die Schweizerische Ostasien-Mission 6000 Franken für die medizinische Versorgung von Migranten. Die Organisation Allah Kariem, welche sich im Nahen Osten für Gehörlose einsetzt, wird mit 25000 Franken unterstützt. Mit diesem Geld möchte Allah Kariem in Beirut ein Wohnheim kaufen.
Pro Jahr engagiert sich die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen mit rund 700 000 Franken in der Entwicklungszusammenarbeit. 180 000 Franken werden – jeweils in zwei Tranchen – verschiedenen Projekten zugewiesen. Pro Jahr rund 520 000 Franken stellt die Kantonalkirche „Heks“, „Mission 21“ und „Brot für alle“, den drei grossen Werken der evangelischen Kirche in der Schweiz, für ihre Projektarbeit zur Verfügung.
 
Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
09.07.2008

 
 
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