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Bericht von der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen

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Urs Noser heisst der neue Präsident der Synode der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. Zudem beriet das Kirchenparlament an seiner gestrigen Sitzung in Altstätten über die Anstellungsbedingungen von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern. |
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Beim Gottesdienst zur Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen bat Pfarrer Hanspeter Aschmann um Verständnis, dass er zur Predigt nicht auf die Kanzel steige: „Ich möchte bei Ihnen auf dem Boden bleiben“. Ebenfalls über irdische Belange der Kirche verhandelte anschliessend das Kirchenparlament, welches gestern zur Sommersynode in Altstätten zusammentrat.
Relevante Partnerin sein
Gleich zu Beginn der Sitzung durfte Synodalpräsident Martin Baumann als letztes Geschäft seiner zweijährigen Amtszeit die Wahl seines Nachfolgers leiten. Er habe gerne durch die Sessionen des Kirchenparlamentes geführt, freue sich nun aber wieder, in den Reihen der Synodalen Platz nehmen zu dürfen, sagte Baumann in seinen Abschiedsworten. „Ich hoffe, dass es bald einige brisante Geschäfte geben wird, denn jetzt darf ich wieder mitreden“.
Turnusgemäss wurde Urs Noser, der bisherige Vizepräsident, zum höchsten St.Galler Reformierten für die kommenden zwei Jahr gewählt. Dass die Wahl gerade an seinem Wohn- und Arbeitsort stattfinde, freue ihn ganz besonders, eröffnete er seinen Dank zur Wahl. Urs Noser lebt mit seiner Familie in Altstätten und arbeitet als Diakon bei der örtlichen Kirchgemeinde. „Ich wünsche mir engagierte Synodale, welche an einer Kirche mitbauen, die in der Öffentlichkeit als kompetente und relevante Partnerin wahrgenommen wird.“
Nosers erste Geschäfte, welchen er vorstand, waren weitere Wahlen zur Vervollständigung des Büros der Synode. Zum Vizepräsidenten wählte das Parlament Karl Gabler, St.Gallen, zu den Stimmenzählenden Jennifer Deuel-Zumstein, St.Gallen, Manuela Ferrari-Martin, Balgach und Marlies Raschle, Mogelsberg. Die Grabserin Heidi Graf wurde als zweite Sekretärin bestätigt.
Kirchenmusik aufwerten
Neu formiert konnte sich die Synode schliesslich den weiteren Traktanden zuwenden; etwa dem Reglement für den Dienst der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Bisher hätte im Bereich Kirchenmusik erst ein Reglement mit empfehlendem Charakter bestanden, sagte Dölf Weder, Präsident des Kirchenrates der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. „In den vergangenen Jahren ist innerhalb der Kirche das Bewusstsein für die Musik stark gewachsen.“ Entsprechend könne durch verbindliche Vorgaben die Kirchenmusik als wichtiges Element unseres christlichen Zeugnisses aufgewertet werden. Bezüglich Anstellungsbedingungen von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern bestünde zudem in den Gemeinden ein regelrechter Wildwuchs. In den einen seien Musiker lediglich als Stellvertretungen tätig, andere Gemeinden müssten für die Löhne, die sie bezahlten mehr Musik erhalten.
Er begrüsse zwar die Stossrichtung des Reglements, sagte Ruedi Egger, Synodaler aus Mörschwil, doch seien die darin angesetzten Saläre zu hoch und zudem sei es heute nicht mehr zeitgemäss Löhne nur nach Ausbildung und Zahl der Dienstjahre zu bemessen. Dölf Weder verwies darauf, dass die Kantonalkirche die Saläre der kantonalen Lehrkräfte als Richtschnur verwende. Dies treffe bei den Pfarrpersonen ebenso zu, wie bei den Katechetinnen. „Bei den Musikern möchten wir das gleich handhaben, da die Konkurrenz zu Kirchenmusikern oftmals die Musikschulen sind.“ Ohne Änderung wurde das Reglement schliesslich in erster Lesung verabschiedet.
Behelmter Pfarrer
Zudem genehmigte die Synode Amtsbericht und Rechnung 2007 der Kantonalkirche. Die Rechnung des vergangenen Jahres schliesst bei einem Umsatz von 23 Millionen Franken mit einem leichten Plus von 87000 Franken.
Schliesslich nahm Jakob Bösch, Pfarrer in Balgach, nach acht Jahren in der Exekutive zum letzten Mal als Kirchenrat an der Synode teil. Bereits an Wintersynode war Heinz Fäh als sein Nachfolger gewählt worden. Auf seinem weiteren Weg als „radelnder Pfarrer“ wurde Bösch von Urs Noser mit einem neuen Velohelm ausgerüstet.
_Bildlegende: Urs Noser, Präsident der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, im Gespräch. Bild: Ack |
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Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
01.07.2008 |
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Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Kommunikation,
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