Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Vorschau auf die Sommersynode

Wahl des neuen Synodalpräsidenten, Rechnung sowie Reglement für den Dienst der Kirchenmusikerinnen und –musiker. Dies sind drei Haupttraktanden der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, welche am Montag, 30. Juni 2008, in Altstätten tagt.
 
In der Regel halbjährlich tritt die Synode, das 180 Mitglieder zählende Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, zur Beratung zusammen. Entsprechend rhythmisiert sind jeweils auch einige Traktanden. Wenn sich das Kirchenparlament nun am Montag, 30 Juni 2008, in Altstätten trifft, gehören zu diesen wiederkehrenden Geschäften Rechnung und Wahlen.

Wahl des Präsidenten
Gleich zu Beginn der Sitzung wird voraussichtlich Urs Noser, der bisherige Vizepräsident, auf dem Stuhl des Synodalpräsidenten Platz nehmen dürfen. Er ersetzt Martin Baumann. Der Kantonsrichter aus Nesslau präsidierte während zweier Jahre das St.Galler Kirchenparlament. Urs Noser lebt und arbeitet im Rheintal. Er ist Diakon der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Altstätten.
Als neuer Vizepräsident des Parlamentes haben die Synodalen des Kirchenbezirkes St.Gallen Karl Gabler zur Wahl vorgeschlagen. Gabler ist Präsident der Kirchgemeinde St.Gallen C und Inhaber eines Sanitärinstallations-Geschäftes.

Leichter Überschuss
Die Rechnung 2007 der Kantonalkirche ist das erste grosse Traktandum, durch welches der neu gewählte Präsident führen wird. Diese schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund 23 Millionen mit einem leichten Überschuss von knapp 87000 Franken. Die Erträge aus der Zentralsteuer von 3,1 Steuerprozenten blieben mit 7,1 Millionen Franken im Vergleich zu den Vorjahren annähernd unverändert. Während die Regionen Werdenberg und Toggenburg tendenziell rückläufige Steuereinnahmen verzeichneten, konnten die übrigen Regionen diese Rückschläge kompensieren.
Mit rund 9,5 Millionen wird der kantonale Kirchen-Haushalt aus den kantonalen Erträgen für den Finanzausgleich gespiesen. Dieses Geld kommt den finanzschwachen Gemeinden zugute.

Musik als christliches Zeugnis
Am Nachmittag werden sich die Synodalen in erster Lesung über das „Reglement für den Dienst der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker“ beugen. In den vergangenen Jahren wuchs innerhalb der Kirche das Bewusstsein, dass die Musik neben Pfarramt, Katechetik und Sozialdiakonie im christlichen Zeugnis ein wichtiges viertes Element darstellt. Entsprechend sollen die Kirchenmusikerinnen und –musiker in Wertschätzung und Anstellungsbedingungen den drei erwähnten Berufsgruppen gleichgestellt werden. Heute herrsche im Gebiet der Kirchenmusik bezüglich Spielregeln und finanzieller Entschädigungen „ein eigentlicher Wildwuchs“, heisst es in den Unterlagen zur Synode. Das Reglement soll etwas Ordnung in diesen Garten bringen und dazu beitragen, dass die kirchenmusikalische Vielfalt und Qualität gesichert werden kann.


Die Synode ist öffentlich. Sie beginnt am kommenden Montag, 30. Juni 2008, um 9.10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Altstätten. Die Verhandlungen finden ab 10.45 Uhr im Saal des Hotels Sonne statt.

 
Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
25.06.2008

 
 
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