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Nacht der Kirchen in den Migrationsgemeinden – eine Reise um die halbe Welt

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Von Kongo nach Ungarn, von England nach Korea, von Äthiopien und Eritrea nach Sri Lanka führte Edith Spätis Besuch der fremdsprachigen evangelischen Gemeinden, die in der Nacht der Kirchen vom vergangenen Samstag in St. Gallen ihre Türen geöffnet hatten. Und ebenso vielseitig dann die Programme, die da zu sehen, zu hören und zu erleben waren. |
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In der frankophon-afrikanischen Bethesda-Mission in Winkeln wird stimmgewaltig und ausdauernd gesungen – die einheimischen Gemeindeglieder und Besuchenden singen fröhlich mit. Bei den reformierten Ungarn im KGH Heiligkreuz geht es ruhiger zu, doch die Atmosphäre ist nicht minder herzlich und aufgeschlossen. Einzelne, die noch in der Folge des Aufstands von 1956 hergekommen sind, erzählen ihre Geschichten – andere haben erst durch das Programmheft der NdK erfahren, dass sich hier eine ungarische Gemeinde trifft und freuen sich. Palatschinken mit Marmelade schmecken sehr fein.
Englischsprachige kommen in der United Christian Fellowship in St. Gallen-Lachen zusammen, bibeltreue Mitglieder aus 19 verschiedenen Nationen. Sie legen, neben den Gottesdiensten, viel Wert auf Familienanlässe, hatten eben eine Woche zuvor ein erfolgreiches Event auf der Kreuzbleiche.
Gleich hinter der ausgebrannten St. Leonhardskirche befindet sich der Raum, wo Menschen aus Äthiopien und Eritrea zusammenkommen. In ihrer ostafrikanischen Heimat stehen sich ihre Völker feindselig gegenüber. Herr Mebrahtu, der Pastor der Gemeinde, erklärt auf sympathische und eindrückliche Weise, wie der Versuch gelingt, auf Versöhnung dieser Menschen hier hin zu arbeiten. Etwas davon wird spürbar, wenn die Frauen und Männer dann miteinander ein Gebetslied singen, zuerst in Tigrinya und dann auf Amharisch – zutiefst berührt und mit Inbrunst in Gesichtern und Bewegungen.
Ein paar Schritte weiter, oben auf dem Hügel im Kirchgemeindehaus St. Leonhard, findet sich die evangelische koreanische Gemeinde, die seit Anfang dieses Jahres hier Gastrecht geniesst und jeden Sonntag um 11 Uhr zum Gottesdienst zusammenkommt. Gemeindeleiter Lee zeigt in einem interessanten Vortrag die wechselvolle Geschichte des Christentums in Korea auf. Dieser Ort hat denn auch besonders viele Einheimische angelockt. Zum Schluss singt der Gemeindeleiter, selbst ausgebildeter Sänger und Mitglied des St. Galler Theaterchors, ein wunderbares Vaterunser-Lied, welches die Zuhörerschaft völlig in Bann zieht.
Die tamilische Pfingstgemeinde ist integriert ins Programm der PFiMi an der Zürcher Strasse. Herzig tanzt eine Gruppe von tamilischen Kindern zu Beginn, und eine Jugendliche vermutlich auch tamilischen Hintergrundes singt ganz selbstverständlich in der Lobpreis-Jugendband mit.
Was nehmen die einheimischen Besucher und Besucherinnen mit nach Hause? Ein eindrückliches Erlebnis von herzlicher Offenheit und Gastfreundschaft – und die bewegende Erfahrung, wie viel Gotteslob und Gottvertrauen in diesen Gemeinden bezeugt wird, deren Mitglieder doch selbst häufig unter äusserst prekären Bedingungen in unserem Land leben. Dies ist ihr Geschenk an uns.
Edith Späti, Ansprechpartnerin für die Migrationsgemeinden in der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ |
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Edith Späti; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
26.05.2008 |
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Weiterführender Link:
Email Edith Späti, Kirche im Dialog |
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