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Die Evangelisch-reformierte Kantonalkirche als familienfreundliche Arbeitgeberin

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Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. Dies gilt nicht nur für Unternehmen sondern auch für die Kirchen. In einer Analyse durch die Fachstelle UND wurde den kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen sowie den Kirchgemeinden Goldach und Wattwil ein gutes Zeugnis als familienfreundliche Arbeitgeberinnnen ausgestellt. Dennoch
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Für die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen, die sich als „Familienkirche“ stark macht für ein „lebendiges Miteinander, Nebeneinander und Durcheinander der Generationen“ hat das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen selbstverpflichtenden Charakter. Zudem lohnt es sich auch für die Arbeitgeberin „Kirche“, wenn Frauen und Männer Verantwortung in Hausarbeit, Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit übernehmen können. Sie gewinnt zufriedene, motivierte und gesunde MitarbeiterInnen und kann sie sich als vorbildliche Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt profilieren.
Im Auftrag der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche analysierte die Fachstelle UND, welche Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen bereits bestehen und wie es grundsätzlich um die Gleichstellung von Frauen und Männern steht. Gleichzeitig stellten sich die Kirchgemeinden Goldach und Wattwil für eine vertiefte Analyse zur Verfügung. Die Analyse zeigte deutlich auf, dass sowohl die kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen als auch die beiden Kirchgemeinden in vielen personalpolitischen Handlungsfeldern familienfreundliche Massnahmen kennen. Gleichzeitig zeigt die Fachstelle UND vorhandene Spielräume auf, die besser genutzt werden können.
Familienfreundlichkeit vorhanden und gut sichtbar
Die Fachstelle UND führte im vergangenen Jahr Interviews mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden in den kirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen sowie den Kirchgemeinden Goldach und Wattwil, sichtete Unternehmensdokumente (u.a. Personal- und Weiterbildungsreglemente) und analysierte Organisations- und Personaldaten. Mittels eines Kriterienkatalogs wurden die erhobenen Angaben zur aktuellen Situation in Sachen Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit sowie zur Gleichstellung von Frau und Mann bewertet. Das Resultat kann sich sowohl bei den kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen, als auch bei den beiden Kirchgemeinden Goldach und Wattwil sehen lassen. Dank verschiedenen personalpolitischen Massnahmen erleichtern sie ihren Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Einige wichtige Grundpfeiler sind beispielsweise die Jahresarbeitszeit mit hoher Flexibilität für alle Mitarbeitenden, jährliche Mitarbeitendengespräche, verschiedene Arbeitszeitmodelle, der angepasste Koordinationsabzug bei der Pensionskasse bei Teilzeitstellen, der 16 Wochen zu 100 Prozent bezahlte Mutterschaftsurlaub sowie die Möglichkeit unbezahlten Urlaubs aufgrund der familiären oder persönlichen Situation.
Dienst- und Arbeitsstellen packen an
Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse haben die kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen gemeinsam mit der Fachstelle UND im Rahmen eines Umsetzungsworkshops konkrete Zielsetzungen und Massnahmen zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie definiert. So soll unter anderem die Möglichkeit eines Elternurlaubs gesellschaftsfähig werden. Dazu wird ein Bewusstseinsprozess in den Kirchgemeinden eingeleitet und das Anliegen in der Ethikkommission des Kantonsrates eingebracht werden. Für die Mitarbeitenden werden alle familienfreundlichen Leistungen (Bsp. unbezahlter Urlaub) zusammen gestellt und eine Ansprechperson für Fragen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bestimmt.
Umsetzung von Massnahmen wird überprüft
Die Fachstelle UND überprüft in einem Jahr in einem sogenannten „Follow up“-Gespräch die Umsetzung der Massnahmen und die Zielerreichung. Sind bis zu diesem Zeitpunkt mindestens drei geplante Massnahmen umgesetzt, können sich die kantonalkirchlichen Dienst- und Arbeitsstellen sowie die beteiligten Kirchgemeinden um das Prädikat «Familie UND Beruf» bewerben. Die Fachstelle UND vergibt das Prädikat «Familie UND Beruf» an Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Verbände oder Non Profit-Organisationen, die sich im Themenbereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagieren.
Der Verfasser dieses Berichts, Thomas Beyeler Moser, ist Co-Leiter Bereich Unternehmen, Verwaltungen, NPO der Fachstelle UND Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen. |
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Heidi Amstutz; Arbeitsbereich Männer / Frauen / Genderfragen,
13.05.2008 |
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Weiterführende Links:
zur Fachstelle UND
St. Galler Kantonalkirche: Familienfreundliche Arbeitgeberin |
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