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Runder Tisch Alter mit St. Galler Beteiligung

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Welches Altersbild vertreten die reformierten Kirchen in unserer Gesellschaft, wie gestalten sie ihre Alters- und Generationenarbeit? Mit solchen Fragen befasst sich ein neu formierter „Runder Tisch Alter“ der Deutschschweizer Kantonalkirchen, mit Beteiligung der St. Galler Arbeitsstellen für Erwachsenenbildung und Diakonie. |
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Bereits die Frage, wer denn in den einzelnen Kantonalkirchen für Alters- und Generationenfragen verantwortlich ist, lässt sich nicht einfach beantworten. Gehört Altersarbeit zum diakonischen Auftrag oder zum Bereich der Erwachsenenbildung? Oder stellt sie wie die Kinder- und Jugendarbeit in der Kirche einen eigenen Aufgabenbereich dar? Muss allenfalls noch weiter differenziert werden, weil sich die Begleitung von hochaltrigen Menschen nicht einfach mit den Bedürfnissen junger Alter kombinieren lässt? Und wer befasst sich mit generationenübergreifenden Zusammenhängen?
Am 20. März haben sich in Zürich Beauftragte für Diakonie, Erwachsenenbildung, und Vertreterinnen von Arbeitsgruppen getroffen. Spezielle Fachstellen für Alter und Generationen haben nur die Kirchen Bern-Jura-Solothurn und die Zürcher Kirche, die dem Tagungs- und Studienzentrum Boldern, Männedorf, einen Auftrag zum Aufbau eines Kompetenzzentrums Alters- und Generationenfragen erteilt hat.
Diese beiden Stellen, vertreten durch Esther Enderli und Walter Lüssi, haben den „Runden Tisch Alter“ angeregt. „Dass alle Kantonalkirchen viele Bemühungen in die Kinder- und Jugendarbeit stecken“, so sagen sie, „finden wir richtig. Soziologisch gesehen sind die Jungen die Zukunft unserer Kirchen. Die Zukunft der einzelnen Menschen ist aber nicht die Jugend, sondern das Alter, eine Lebensphase, die lange dauert und ihre ganz eigenen Aufgaben, Fragen und Möglichkeiten hat. Deshalb glauben wir, dass Alters- und Generationenarbeit zu den zentralen Aufgaben der Kirchen gehört.“ Acht Deutschschweizer Kantonalkirchen haben sich bis jetzt für den „Runden Tisch Alter“ interessiert. Am nächsten Treffen vom 10. November 2008 werden Fragen der Partizipation älterer Menschen im Vordergrund stehen. Weitere Themen, mit denen sich der „Runde Tisch Alter“ befassen will, sind etwa die Rolle der Männerarbeit in der Altersarbeit und generationenübergreifende Projekte. Mittelfristig sollen gemeinsam Empfehlungen zur Alters- und Generationenarbeit der Kirchgemeinden erarbeitet werden.
gekürzter Text von Pfr. Walter Lüssi
zum Bild: Die St. Galler Teilnehmenden, vorne in der Mitte Marlise Schiltknecht, Beauftragte für Diakonie; zuhinterst rechts Paul Baumann-Aerne, Beauftragter für Erwachsenenbildung. |
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Heidi Amstutz; Arbeitsstelle kirchliche Erwachsenenbildung,
10.04.2008 |
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