Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Wachstum wurde ermöglicht



 
Yvonne Zeller ist neue Jugendarbeiterin in der Evangelischen Kirchgemeinde Altstätten. In der Evangelischen Kirchgemeinde Altstätten hat es während der letzten zehn Jahre eine erfreuliche Entwicklung in Bezug auf die aktive Gestaltung des Gemeindelebens gegeben. Das Angebot geht weit über die Grundversorgung hinaus. Dies zeigt sich durch eine grosse Vielfalt an Aktivitäten im Gemeindeleben. Gleichzeitig sind die Ressourcen, auf die zurückgegriffen werden kann, nicht angestiegen. In einem Gespräch mit der «Rheintalischen Volkszeitung» erläutern Diakon Urs Noser und Yvonne Zeller den neu eingeschlagenen Weg der Kirchgemeinde, der nicht nur in Altstätten, sondern in der gesamten Landeskirche einzigartig ist.
 
Yvonne Zeller möchte, dass Jugendliche in die Kirchgemeinde integriert werden und sich ernst genommen fühlen. In der Kirchgemeinde hat es während der letzten zehn Jahre eine erfreuliche Entwicklung in Bezug auf die aktive Gestaltung des Gemeindelebens gegeben. Dies zeigt sich durch eine grosse Vielfalt an Aktivitäten im Gemeindeleben. Gleichzeitig sind die Ressourcen, auf die zurückgegriffen werden kann, nicht angestiegen. Das Wachstum ist auch in der Jugendarbeit vorhanden.

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat die Kirchenvorsteherschaft beschlossen, das Angebot für Jungschar und Jugendarbeit auszubauen. Da der Einsatz Ehrenamtlicher ausgeschöpft war und keine Ressourcen mehr bestanden, wurde ein Weg über Spendenfinanzierung gewählt. Im November letzten Jahres stellte die Kirchenvorsteherschaft im Rahmen eines Kirchgemeindeabends ein entsprechendes Konzept vor. Dieses beinhaltete Grundlagen, wie eine 50-prozentige Jugendarbeitsstelle eingerichtet und finanziert werden kann. Die Tatsache, dass bereits Mitte Januar die notwendigen Mittel für ein Jahr (rund 30 000 Franken) zusammengetragen waren, ist ein Zeichen für die aktive Unter-stützungsbereitschaft der Gemeindemitglieder. So erhält die Jugendarbeit eine breitere ideelle Abstützung, da neben Steuergeldern auch Beiträge durch Nichtmitglieder geleistet werden kön-nen, erläutert Noser. So erhält neben zeitlichem Einsatz auch Eigenverantwortung im wirtschaft-lichen Bereich mehr Bedeutung.Berufsbegleitende AusbildungYvonne Zeller wohnt zurzeit in Marbach und engagiert sich seit fünf Jahren auf ehrenamtlicher Basis bei der Jungschar in Altstätten.

Yvonne Zeller absolvierte in Winterthur eine Ausbildung zur Malerin und übte den Beruf im Rheintal aus. Mit der Zeit merkte die 23-Jährige, dass sie die kirchliche Jugendarbeit intensiver betreiben möchte, als ihr dies in der Freizeit möglich ist. So entschloss sie sich, eine Ausbildung zur Sozialdiakonin am Theologisch Diakonischen Seminar in Aarau zu absolvieren. Die berufsbegleitende Ausbildung ist auf praktische kirchliche Sozialarbeit ausgerichtet. Für Yvonne Zeller und die Kirchgemeinde ist die rasche Einrichtung der neuen Stelle ein Glücksfall.

Einerseits sind praktische Grundlagen für die vierjährige Ausbildung vorhanden. Andererseits fand die Kirchgemeinde mit Yvonne Zeller eine Person, die mit den Bedürfnissen innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit vertraut ist. Denn es ist der engagierten Frau wichtig, bewährte Angebote beizubehalten und eine Atmosphäre zu schaffen, in der ein Wachstumsprozess möglich wird. Hierzu zählen die rund dreissig Kinder der Jungschar im Primarschulalter. Hier wird sie die Hauptleitung und bei den Jugendgruppenleitern die Teamleitung ausüben. Die Vorbereitung des Regio-Pfingstlagers sowie die Planung und Durchführung eines Jugend-Alpha-Live-Kurses gehören auch zu den Aufgaben. Eine Brücke zwischen Konfirmanden und Jugendgruppen zu schlagen, stellt eine Möglichkeit dar, dass Jugendliche spüren, ein Teil der Kirchgemeinde zu sein und ernst genommen zu werden. Auch visiert Zeller eine Vernetzung zwischen kirchlicher und städtischer Jugendarbeit an. Zum angestrebten Wachstum gehört auch, neue ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter zu rekrutieren und die Altersstruktur für Jugendgruppen auszubauen. Zeller betont, dass das Bestehende unbedingt erhalten bleiben soll.

Nicht zuletzt, weil sie selber gute Erfahrungen gemacht und sich für den Glauben begeistern lassen hat. Glaubensfragen stehen – wenn auch auf Erlebnisbasis - im Vordergrund.

Am Sonntag wurde Yvonne Zeller im Gemeindegottesdienst eingesetzt und durch Pfarrer Hansurs Walder und Diakon Urs Noser für ihre Aufgabe gesegnet, als Signal, dass die Aufgaben innerhalb der Kirche nur mit Gottes Hilfe erfüllbar sind.

Die Kantonalkirche wünscht alles Gute und viel Gelingen auf dem Weg mit den Jugendlichen.

Artikel von Monika von der Linden
 
Eingabe Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
14.02.2008

 
 
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