Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Weihnachtsgrüsse aus Afrika



 
Aus der ganzen Welt, von fern und nah, erreichen uns in diesen Tagen Segenswünsche zum Weihnachtsfest und zum neuen Jahr. Aus Nigeria stammt die obige Weihnachtsillustration, und der nachfolgende Text erreichte uns aus Ägypten. Wir schliessen uns den Wünschen an - und die Arbeit langsam ab für dieses Jahr. Gesegnete Tage!
 
Nicht nur still werden und den Lärm abschalten, der mich umgibt.
Nicht nur entspannen und die Nerven ruhiger werden lassen.
Das ist nur Ruhe.

Schweigen ist mehr.

Schwiegen heißt: mich loslassen
nur einen winzigen Augenblick.
Verzichten auf mich selbst,
auf meine Wünsche,
auf meine Pläne,
auf meine Sympathien und Abneigungen,
auf meine Schmerzen und meine Freuden,
auf alles, was ich von mir denke,
und was ich von anderen halte,
auf alle Verdienste,
auf alle Taten.
Nur einen Augenblick Du sagen
und Gott da sein lassen.
Nur einen Augenblick sich lieben lassen
ohne Vorbehalt,
ohne Zögern,
bedingungslos
und ohne auszuschließen,
dass ich nachher brenne.
Das ist Schweigen vor Gott.
Dann ist schweigen: empfangen.

Mögen wir in diesen Tagen die Ruhe finden, vor Gott zu schweigen und so etwas von der Weihnachtsbotschaft spüren: Gott wurde Mensch, um uns nahe zu sein.
 
Martin Breitenfeldt und Team; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
20.12.2007

 
 
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