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Weltmenschenrechtstag: Unterschriften für die Bekämpfung von Armut gesammelt
Im Zeichen des internationalen Tages der Menschenrechte hängen von etwa der Hälfte der reformierten Kirchtürme im Kanton weisse Fahnen gegen den Hunger und für Entwicklungszusammenarbeit. An vielen Orten wurden und werden auch Unterschriften gesammelt für eine Petition der Hilfswerke, so in Brunnadern. Dort sammelten am Samstagvormittag vor dem Volg Laden Konfirmandinnen und Mitarbeiterinnen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Brunnadern 85 Unterschriften.
Es ging um die grosse Petition der Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen „0,7% - Gemeinsam gegen Armut“. Mit dieser Petition werden Parlament und Bundesrat aufgerufen, sich an ihr Versprechen im Jahr 2000 zu erinnern und die öffentliche Entwicklungshilfe bis 2015 schrittweise auf 0.7% des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen.
Die Resonanz war überwiegend positiv. Viele unterschrieben bereitwillig die Petition, manche hatten sich schon im Voraus darüber informiert. Auf kritische Fragen bezüglich Korruption in den Entwicklungsländern und benötigter Sozialausgaben in der Schweiz konnten die Mitarbeiterinnen differenziert eingehen.
Die drei Jugendlichen wollten nicht nur vor dem Laden stehen und auf die Menschen warten, sie zogen es vor, von Tür zu Tür zu gehen und holten dabei 37 Unterschriften.
Eine Volg Angestellte brachte den Petitionsdamen heissen Punsch, eine Einkäuferin spendete Schokolade.
Nicht nur für die Entwicklungshilfe war die Aktion gewinnbringend. Ein Herr nützte die Gelegenheit, um sich über die evangelische Kirche zu beklagen und einen Besuch von der Pfarrerin einzufordern. Manchmal ist es gut, wenn die Kirche auf die Strasse geht.
C.McMillan/M.Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
10.12.2007