Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Sieben Diplome und zwei Verabschiedungen



 
Im Rahmen des Gemeindegottesdienstes konnten kürzlich in Sevelen sechs Diplomandinnen des Grundkurses für Betreuerinnen kirchlicher Kindergruppen aus der Hand von Kirchenrätin Margrit Eggenberger ihr Diplom entgegen nehmen. An die Siebte gingen von hier aus Segenswünsche nach Mexiko. Segenswünsche gingen auch an Silvia Mühlestein und Eugen Staub, die nach jahrelangem Engagement aus beruflichen Gründen aus der ehemaligen Kik-Kommissionsarbeit (heute Begleitkommission der Arbeitsstelle Familie und Kind) ausscheiden. Die Beiden hatten zudem aktiven Anteil an der Ausbildung der sieben Diplomandinnen. Krankheitsbedingt konnte Silvia Mühlestein an dieser feierlichen Verabschiedung leider nicht teilnehmen und drum gingen auch hier die herzlichen Segenswünsche in die Ferne.
 
Zum Segen werden

Die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen neben der Gemeindepfarrerin Maren Büchel auch Pfarrer Ueli Friedinger, Gemeindepfarrer aus Oberhelfenschwil und Diakon Peter Christinger, der als Beauftragter der Abeitsstelle Familie und Kinder in der Kantonalkirche ebenfalls an der Ausbildung massgeblich beteiligt war. Der Gottesdienst stand unter dem Motto «mit dem Segen weitergehen…». Mit festlichen Klängen umrahmte Organistin Annabeth Gubler aus Sax an der Orgel und am Klavier den Gottesdienst. Acht Kinder aus dem «Mäntigsclub» bereiteten mit ihrem Gesang Freude und unterstrichen so aktiv, wie segensreich die kirchliche Arbeit mit Kindern sein kann. Das Lied «Überall isch Gott» von Andrew Bond, begleitet mit Gitarrenklängen von Peter Christinger machte die Kraft des Segens in fröhlicher Weise in Klängen deutlich.

Im Leben Spuren hinterlassen

Ueli Friedinger erinnerte daran, dass der Segenswunsch als Kraftwort von Gott nicht leer zurückkomme, sondern Wirkung zeige. Und so sei es wichtig jeden neuen Weg mit einem Segen zu beginnen. Mit realen Beispielen aus dem Gemeindeleben belegte der Pfarrer auf eindrückliche Art, was er damit meine. So erzählte er die Geschichte der Lydia Breitenmoser, einer Frau, die während 50 Jahren in der Sonntagsschule trotz Sprachfehler vielen Menschen zum Segen wurde und kürzlich im Alter von 90 Jahren verstarb. Als Frühgeburt habe man dem Kind dazumal keine Lebens-Chance vorausgesagt, doch die Mutter hatte ihrem Kind einen Namen gegeben und es gesegnet und liebevoll umhegt und es hatte wider Erwarten überlebt und war zum Segen geworden. Mit dem Konfirmanden Rolf kam eine zweite Erfahrung hinzu. Er hatte die Herausforderung angenommen, mit dem Kiffen aufgehört und war als Leiter beim CVJM für viele Jugendliche zum Segen geworden. Er hatte Spuren in Leben vieler Jugendlicher hinterlassen weil man ihn gesegnet hatte.

In der Nachfolge Abrahams

Auch Eugen Staub und Silvia Mühlestein haben in zahlreichen Menschenleben Spuren hinterlassen und sind ihnen zum Segen geworden. Peter Christinger griff diese Worte auf und würdigte ihre Arbeit in den vergangenen 20 Jahren. Beide seinen mit Herzblut und grossem Engagement ihren Weg gegangen. Ihre Begeisterung für die Arbeit mit Kindern sei in dieser Zeit auf zahllose Menschen übergegangen und habe in vielen Gemeinden weiter gewirkt. Dafür sei man ihnen sehr dankbar. Ein kräftiger Applaus bestätigte diese Worte. Pfarrerin Maren Büchel erinnerte daran, dass man sich vertrauensvoll auf den Weg machen dürfe, denn Gott sorge für jeden. Als Menschen in der Nachfolge Abrahams sei man gesegnet und könne sich aufmachen um anderen zum Segen zu werden. Die Segensgebete und die Überreichung des Diploms machten deutlich, dass auf alle sieben Diplomandinnen ein neuer Wegabschnitt wartet. Beim Apéro im Pfarrhaus gab es Gelegenheit, das Diplom nach zwei arbeits- und lehrreichen Jahren gebührend zu feiern. Dies setzten die Diplomandinnen dann beim gemeinsamen Mittagessen fort, bevor sich ihre Wege endgültig wieder trennten.
 
Katrin Wetzig; Arbeitsstelle Familien und Kinder,
20.11.2007

 
 
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