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Für populäre Kirchenmusik und Gemeindeaufbau
Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen fördert innovative Projekte ihrer Kirchgemeinden durch fachliche und finanzielle Unterstützung. Der Kirchenrat gab soeben grünes Licht für zwei viel versprechende Unternehmungen im Bereich Gottesdienst, Musik und Gemeindeaufbau.
Im Frühsommer 2007 wurden an der Kirchenmusikschule der Musikakademie St. Gallen erstmals an sieben Musikerinnen und Musiker öffentlich anerkannte Diplome für populäre Musik in der Kirche überreicht. Diese Schweizer Pionierleistung der St. Galler Kirchen beginnt nun in die Kirchgemeinden auszustrahlen.
Die Kirchenvorsteherschaft von evangelisch Berneck-Au-Heerbrugg möchte bis Ende Juli 2008 herausfinden, auf welche Art populäre Musik in Gottesdienst und Gemeindeleben noch stärker wirksam werden und regionale Ausstrahlungskraft entfalten kann. Sie hat mit dem Musikakademie-Absolventen Andreas Korsch, St. Gallen, für dieses Vorprojekt ein zeitlich begrenztes Teilzeitpensum vereinbart. Vielfältige Kontaktarbeit soll zu einer zur Gemeinde passenden Auswahl aus der Vielfalt von möglicher Band- und Vokalarbeit führen. Korsch wird in Absprache mit den Nachbargemeinden über die Grenzen der Kirchgemeinde hinaus in der ganzen Region Mitarbeitende rekrutieren sowie Proben, Gottesdienstbeiträge und andere Engagements in die Wege leiten. Im Blick ist auch eine Zusammenarbeit mit der Musikschule Mittelrheintal. Verläuft die Konzeptphase erfolgreich, wird Andreas Korsch ab 1. August 2008 im Rahmen eines dreijährigen von der Kantonalkirche finanzierten Innovationsprojektes definitiv für die Kirchgemeinde tätig werden. An die Kosten der Planungsphase richtet der Kirchenrat einen einmaligen Startbeitrag von maximal 15'000 Franken aus; die lokalen operativen Kosten gehen zu Lasten der Kirchgemeinde.
Unterstützung durch fachliche Begleitung und kantonalkirchliche Finanzierung erfahren auch die evangelischen Kirchgemeinden Rorschach, Altstätten und Buchs. Ihre drei Kirchgemeindeprojekte zum Thema „Gemeindeaufbau durch lebendige Gottesdienste“ sind personell untereinander und mit den kantonalkirchlichen Arbeitsstellen Pastorales und Populäre Musik verbunden. In der konkreten Umsetzung passen sie sich den unterschiedlichen Bedürfnissen der Gemeinden an. Projektzeitraum ist August 2008 bis Juli 2011. Als Mitarbeiter wurde SDM Michael Giger bestimmt, derzeit noch in Basel wohnhaft. Auch diesem Unternehmen geht vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 eine Planungsphase mit reduziertem Stellenpensum voran, wofür der Kirchenrat ebenfalls einen Beitrag von Fr. 15'000 genehmigte. Für alle Unternehmungen zeichnet das von Kirchenratspräsident Pfarrer Dölf Weder geleitete Ressort Pastorales, Theologie und Musik verantwortlich.
Hans Ruedi Fischer (fis); Arbeitsstelle Kommunikation,
12.09.2007