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Kirchentagssplitter
″Lebendig und kräftig und schärfer″
Unter diesem bibilischen Motto aus Hebr. 4, 12 fand vom 6.-10. Juni in Köln der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) statt - und die Schweiz war dabei.
Schwerpunkte der fünftägigen Veranstaltung, die von 110'000 Dauergästen und noch einmal ca. doppelt so vielen Tagesteilnehmern besucht wurde, waren die Frage der Globalisierung, die Betonung eines geeinten (?!) Europa in der Welt und für die Welt und der interreligiöse Dialog (vor allem mit den Muslimen). Vor allem das parallel stattfindende G-8 Treffen in Heiligendamm gab dem Kirchentag eine deutlich politische Dimension.
Weniger politisch, aber in ihrem reformierten Wort doch auch sehr deutlich und lebendig war das Auftreten der Schweiz auf dem Kirchentag.
Erstmals beteiligte sich der Schweizer Evangelische Kirchenbund (SEK) offiziell an dieser grössten Europäischen Laienbewegung evangelischer Christen durch einen Stand in der Messehalle zum Thema ″Europa in der Welt″.
Neben der Neuübersetzung der Zürcher Bibel, die am 25. Juni erscheint und zwar nicht textlich komplett, aber zumindest schon einmal in ihrem äusseren Erscheinungsbild ausgestellt war, standen die besondere Betonung des ″kräftigen″ Wortes in der Geschichte der Schweizer Reformierten von Zwingli bis heute und die Besonderheiten des Schweizerischen Reformiert-Seins gegenüber dem deutschen Landeskirchenwesens im Mittelpunkt der Präsentation. Der Messestand wurde unter der Leitung des SEK von Pfarrerinnen und Pfarrern aus allen Teilen der Schweiz gestaltet. Vielleicht auch durch die gute Ostschweizer Schokolade beeinflusst, wurde der Stand in den drei Tagen der Präsentation von mehreren tausend Menschen besucht, die sich ein Bild von den Reformierten in der Schweiz machen wollten.
Vor allem durch die Gaiserwälder Alphörner, die unter anderem bei der Bibelarbeit des Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers spielten, war die Ostschweiz auch kulturell sicht- und hörbar vertreten und präsent.
Der Auftritt der Schweiz auf dem Kirchentag darf getrost als Erfolg gewertet werden und findet vielleicht in zwei Jahren in Bremen auf dem 32. DEKT seine Fortsetzung.
Jens Mayer; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
19.06.2007