Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Migrationsgemeinden wachsen



 
Die Religionslandschaft der Schweiz ändert sich weiterhin dramatisch. Christliche Migrationsgemeinden –also Gemeinschaften und Kirchen fremder Sprache und Herkunft- wachsen landesweit.
 
Im Kanton St.Gallen darf mit ca. 30 gerechnet werden. Das ist noch vergleichsweise wenig. Allein die Stadt Lausanne zählt nach landeskirchlichen Informationen bereits über siebzig, und die dortige äthiopische Gemeinde allein bringt mit 400-600 Teilnehmenden am Sonntag mehr Gläubige zusammen als alle reformierten Kirchen der Stadt.

In Genf haben am vergangenen Wochenende einige Tausend Gläubige am „Temoigner Ensemble“ (siehe Logo, oben) teilgenommen. Organisatoren des dreitätigen Treffens mit Ateliers, Gottesdiensten und einem Sternmarsch zur Kathedrale waren die Eglise protestante de Genève, das reformierte John Knox Centre, die Evangelische Allianz und das „Rassemblement des églises et communautés de Genève“, also sogenannte „evangelikale“ und „ökumenische“ Institutionen gemeinsam.

Eine Arbeitsgruppe des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK ist momentan dabei, im Zusammenspiel mit den kantonalkirchlichen Beauftragten eine landesweit empfohlene Handreichung zum Thema zu entwickeln. In den Kirchgemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen sind Migrationsgemeinden ganz überwiegend noch nicht im Blick. Das ergab eine Umfrage bei den zuständigen Beauftragten in den lokalen Kirchenvorsteherschaften. Die kantonalkirchliche Arbeitsstelle Kirche im Dialog wird sich ab der zweiten Jahreshälfte dennoch intensiver dem Phänomen der Migrationsgemeinden zuwenden können, was vor allem durch die zugesagte ehrenamtliche Mitwirkung von Edith Späti ermöglicht werden wird. Sie ist bis zu ihrer Pensionierung im Juni Leiterin der Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende an der Tellstrasse.

Weitere Informationen, Texte oder auch ein Vortrag des Beauftragten zum Thema können über die Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ angefordert werden.
 
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
22.05.2007

 
Weiterführende Links:
 ″Zusammen Kirche sein″ (Grundsatzpapier RefBeJuSo)
 E-Mail an die Arbeitsstelle Kirche im Dialog schreiben
 

 
 
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