Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Jugendkonferenz für die Zukunft



 
Initiiert von den Gemeinden wurde in Zusammenarbeit mit der Evang.-ref. Kirche des Kantons und des Bistums St. Gallen dieser grosse Wegweiser für die Zukunft des Tales lanciert
 
Wattwil. Am 11. und 12. Mai fand im Kongresszentrum Thurpark in Wattwil die erste Jugendkonferenz statt, mit dem Ziel die Angebote für Kinder und Jugendliche im Tog-genburg zu vernetzen.

Behördenvertreter, Politiker, Fachpersonen der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendliche und Interessierte trafen sich zwei Tage lang um nicht nur über die Zukunft des Toggen-burgs zu diskutieren, sondern um diese aktiv und gemeinsam zu beeinflussen. Innerhalb der Schranken wie gesetzliche Bedingungen und finanzielle Möglichkeiten erarbeiteten sie nun Leitbildideen, entschieden über die strategische Stossrichtung in die man sich bewegen will und kreierten anhand von Themen, die alle beschäftigten, Massnahmen-ideen und Lösungsansätze, die in verschiedenen Arbeitsgruppen in Anträge an die zu-ständigen Gremien gebracht werden sollen. Die Vernetzung und Zusammenarbeit der Anwesenden sowie die Bündelung deren Kräfte standen im Vordergrund.

Der Prozess beginnt
Nach einem Begrüssungskaffee, um sicherzustellen, dass alle wach sind, wurden die Anwesenden von Beatrice Akermann, Gemeinderätin Mogelsberg und Andreas Kohler, Gemeinderat Wattwil begrüsst. Sie erklärten Ziel und Zweck der Veranstaltungen und stellten die Erwartungen der Initianten vor. Das Wort wurde dann sogleich an Hannes Hinnen und Inger Schjold übergeben, welche die Spielregeln, wie Ehrlichkeit und Of-fenheit im Gespräch zu suchen und das Gesamtinteresse vor die persönlichen zu stellen, allen klarmachten und die Methode vorstellten. Diese wurde so gewählt, dass die Workshopthemen und- inhalte durch alle Teilnehmenden in wechselnden und sich selbst organisierenden Gruppen bearbeitet wurden. Die Vorgehensweise gestaltete sich prozessorientiert, was bedeutet, dass in einer strukturierten und definierten Abfolge mit offenen Inhalten gearbeitet wurde.

Der Prozess geht weiter
In diesen kleinen, sich ständig wechselnden Gruppen wurde aktiv diskutiert, ausgebei-nelt und entwickelt. Als erstes wurden die Motivationen und Erwartungen jedes einzel-nen sichtbar gemacht. Dann anhand von Tops und Flops wurden die Stärken und Schwächen aufgelistet. Jede Gruppe erstellte schliesslich je vier Aspekte vor, die sie vorher auf Karten geschrieben hatten. Nun wurden Punkte vergeben und so priorisiert, was sich jeweils immer so gestaltete. Was brennt unter den Nägeln und wo liegen die Stärken. Politische Akzeptanz der Jugendarbeit als Hauptflop, freiwilliges Engagement jedoch als Haupttop waren das Resultat. In weiteren Schritten wurden die Hoffnungen aufgelistet, eine Zukunftsvision entworfen, Leitideen kreiert, die wichtigsten Themen, die angegangen werden sollen markiert und die nächsten Schritte entwickelt.

Prozess für das Toggenburg
Mit Brainstorming, Priorisierung und Kategorisierung der Ideen und Ansätze in der Gruppe, mit folgendem Zusammentragen dieser ins Plenum und nochmaliger Auswer-tung wurden schliesslich die Resultate der ganzen Konferenz sichtbar gemacht. Was wird nun angegangen? Synergien herstellen und bereits bestehende vertiefen, eine ge-meinsame Informationsplattform lancieren, wo alle Vereine sich vorstellen können und man auch virtuell vernetzt ist, ein Inventar in den einzelnen Gemeinden erstellen, um so die bereits vorhandenen Ressourcen zu nützen, Angebote für Jugendliche nach der O-berstufe kreieren, Infoveranstaltungen zu jugendlichen Brennthemen anbieten, eine regionale Personallösung in der Jugendarbeit finden und die Integration und den Aus-tausch der verschiedenen Kulturen fördern – dies die Themen, die nun in so genannten Arbeitsgruppen, welche die Teilnehmenden frei, nach ihrem Gusto und ihrem Einsatz-feld wählen konnten, angegangen. In zwei Wochen steht ein Kick-off-Meeting an, wo man sich nochmals trifft und sich alle austauschen, um am 10. November gemeinsam, die in diesen Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Anträge zu verabschieden.
Das Toggenburg vernetzt sich, tauscht sich aus, um so für und vor allem mit der Jugend gemeinsam Lösungen und Ideen zu finden und unser Tal damit zum Besseren zu gestal-ten. Der Zug ist ins Rollen gekommen.
Artikel von Benedikt Knobel
 
Eingabe durch P. Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
14.05.2007

 
Weiterführender Link:
 Webseite Jugendkonferenz
 

 
 
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