Vorbereitungstreffen zur Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu/Hermannstadt in Rumänien
Nach dem Treffen von Basel (1989) und Graz (1997)laden die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zu einer Dritten Europäischen Versammlung ein. Sie findet als Weg, als Prozess statt. Von Rom führen die Stationen über Wittenberg und Veranstaltungen in den verschiedenen Ländern Erupoas nach Sibiu/Hermannstadt in Rumänien. Dort wird im September 2007 die EÖV3 ihren Abschluss finden.
Das Vorbereitungstreffen in der Schweiz fand am Samstag, 10. März 2007 in Lausanne statt.
Die ersten beiden Versammlungen standen für so bewegende Momente wie die Begegnung von Ost- und Westkirche angesichts der Öffnung des Ostblocks oder die Initiierung des konziliaren Prozeses. Beide Versammlungen in Basel wie in Graz waren Veranstaltungen von Basisgruppen und Kirchenleitungen in einer Art Kirchentag. Bund, spannend, aber auch in manchem unkalkulierbar. Viele Menschen, die sich heute in der Ökumene eingagieren, sind immer noch von den dort gemachten Erfahrungen angespornt und geprägt.
Die dritte Versammlung in Sibiu, die vom 4. - 9. September stattfindet und unter dem Thema ″Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa″ wird mit Sicherheit anders werden. Das hat viele Gründe. Zum einen findet mit Sibiu/Hermannstadt das erste Mal eine europäische Versammlung im Osten Europas statt. Das hat paradigmatischen Charakter. Endlich geht die Kirche in den Osten und kommen die Menschen nicht nur von dort zu uns. Zum anderen heisst das natürlich auch, sich mit den Gegebenheiten von dort anzufreunden. Der Osten ist weit weg und nicht leicht zu erreichen. Hotelbetten sind rar. Das hat Konsequenzen. Die Dritte Europäische Versammlung wird im Vergleich zu den Vorgängerveranstaltungen nur ein Zehntel der Menschen zusammenbringen können wie ihre Vorgängerveranstaltungen. Doch Einschränkungen bieten immer auch Chancen. Die Veranstaltungleitung, also die CCEE und die KEK hat deswegen ein neues Modell der Versammlung in Form eines Weges und Prozesses vorgeschlagen.
Vorbereitungstreffen in Lausanne am 10. März
Die AGCK-CH hat in enger Verbindung mit den Verantworltichen von Bischofskonferenz und Kirchenbund das Vorbereitungstreffen organisiert und ermöglicht. Interessierte hatten die Gelegenheit, mit den Delegierten ins Gespräch zu kommen und ihnen die persönlichen Anliegen mit nach Sibiu zu geben. Es wurden zu den einzelenen Themen von Sibiu Diskussionen zwischen ihnen und anderen Interessierten ermöglicht. Die Delegierten nehmen die Ergebnisse aus den Begegnungen mit den Interessierten mit nach Sibiu. Die Themen der ″Foren″ in Sibiu sind:
Einheit - Spiritualität - Zeugnis - Europa - Religionen - Migration - Schöpfung - Gerechtigkeit - Frieden
In den Tagen in Rumänien soll miteinander gerungen und überlegt werden, wie das Ziel erreicht werden kann, die Spaltungen zu überwinden zwischen den Konfessionen, gemeisam die Botschaft des Evangeliums glaubwürdig zu verkünden in ganz Europa, Zeugnis zu geben von der Liebe unseres gemeinsamen Gottes für die Menschen, welche die frohe Botschaft des Evangeliums so nötig haben. Genau genommen soll ein Paradigmenwechsel eingeläutet werden: Die Zusammenarbeit der Konfessionen und Kirchen wird selbstverständlich. Begründet werden muss in Zukunft jeweils die Nicht-Zusammenarbeit.
Die Delegierten aus der ganzen Schweiz wurden in einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale in Lausanne, gestaltet von VertreterInnen aus Kirchen und Politik und verschiedenen Chören und Musikgruppen, ausgesandt.
Mandadierte aus dem Kanton St. Gallen sind:
Markus Büchel, Bischof von St. Gallen, Josef Schönauer, Spitalseelsorger und Mitglied der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kichen) St.Gallen-Appenzell, Markus Anker, Hochschulseelsorger an der HSG St. Gallen und Brigitta Ackermann von der Arbeitsstelle Kirche im Dialog (OeME) der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen.
Das Logo
der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung stellt ein Kreuz dar, das sein Licht über einen Globus auf Europa wirft. Dieses Licht wird zur Strasse der Versöhnung unter den Christen und Christinnen. Die drei Farben des Lichtes - Rot, Gelb und Blau - sind auch die Farben der Fahne von Rumänien, des Gastlandes der Versammlung.
Medieninformation AGCK
Die offizielle Webseite der Veranstalter
Brigitta Ackermann; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
12.03.2007
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