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Kampagne eingeläutet: ″Wir glauben. Arbeit muss menschenwürdig sein.″
Mit dem Beginn der Passionszeit hat auch die diesjährige Kampagne der kirchlichen Hilfswerke begonnen; zahlreiche Gottesdienste und Veranstaltungen begleiten den Start. In St.Gallens Laurenzenkirche predigte am Sonntag die lateinamerikanische Theologin Tirsa Ventura. Am heutigen Dienstagabend reden Nationalrätin Meier-Schatz und BfA-Zentralsekretär Dietschy in der St.Mangenkirche zum Kampagnenmotto.
Tirsa Ventura, die bereits in den Tagen zuvor im Kanton auf mehreren Veranstaltungen zu sehen und zu hören war, arbeitet in Costa Rica neben ihrer akademischen Tätigkeit mit einfachen Frauen aus dem Nachbarland Nicaragua, die sich mangels Chancen im eigenen Land beim reicheren Nachbarn verdingen. Zu zum Teil unsäglichen Konditionen schaffen sie als Hausangestellte oder ungelernte Arbeiterinnen. „Theologie und erfahrene Lebenswirklichkeit – das ist ein Dialog, ein gegenseitiges Durchdringen und besser verstehen“, sagt Tirsa Ventura. Und es kommt Kraft zur Veränderung. Wenn die nicaraguanischen Arbeitssklavinnen mit den Worten des Psalmisten beten „Gott, schaffe mir Recht“, dann wissen sie was sie erhoffen: menschenwürdige Arbeitskonditionen. Im Glauben ermutigt tun sie sich zusammen und werden von anderen unterstützt - so auch durch Projekte der Schweizer Hilfswerke. So kann sich etwas zum guten ändern.
Am heutigen Dienstag, 27.2., 19.30 Uhr, ist zum Kampagenthema eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in der St.Mangenkirche geplant mit Nationalrätin Frau Dr.Lucrezia Meier-Schatz (CVP) und BfA-Zentralsekretär Dr.Beat Dietschy, vormals OeME St.Gallen.
Ende März berichtet dann der Jesuit Stephan Rothlin von seinen Einsichten als Dozent für Wirtschaftsethik in Peking (China).
Bei der Rosenaktion am Vadian (Samstag, 24.3. ab 9.45 Uhr) wird u.a. Bundesrätin Doris Leuthard helfen.
Regional und lokal werden zahlreiche Suppentage, Gottesdienste und Informationsveranstaltungen dafür sorgen, dass Geld gesammelt und Bewusstsein geschaffen wird: ″Wir glauben.Arbeit muss menschenwürdig sein″.
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
27.02.2007