Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 
     
  Wintersynode 2003  
  Wintersession der Evangelisch-reformierten Synode des Kantons St. Gallen
1. Dezember 2003 im Grossratssaal in St. Gallen
 
 
 

In die Redaktions- und Verlagskommission für die Herausgabe des Kirchenboten wurde als Mitglied für den Rest der Amtsdauer 2002 – 2006 Alexander Schär, Rapperswil, gewählt. Anstelle von Pfarrer Carl Boetschi, der die kantonalkirchliche Arbeitsstelle „Pastorales“ übernommen hat, wählte die Synode Pfarrer Dr. Pius Helfenstein, Rorschach, zum neuen Vizedekan des Kirchenbezirks St. Gallen.

Der Voranschlag 2004 der Kantonalkirche und das Budget 2004 des Kirchenboten sind genehmigt worden.

Der Kredit von Fr. 480'000.-- für die Innenrenovation und Erneuerung der technischen Infrastruktur der Liegenschaft „Steinbock“ in St. Gallen, dem Studentenhaus und Sitz des Universitätspfarramts, wurde ohne Gegenstimmen bewilligt.

Der kantonalkirchliche Finanzausgleich soll in den Grundprinzipien neu gestaltet werden. Nach vielseitigen Abklärungen bei andern kirchlichen Institutionen denkt der Kirchenrat an ein Regelwerk ähnlich wie es der Katholische Konfessionsteil im Kanton St. Gallen kennt. Im Jahre 2000 war mit einer Motion die „Überprüfung des heutigen Systems des Finanzausgleichs“ angeregt worden. Die zu treffenden Massnahmen sollen einen sparsamen Haushalt, regionale Zusammenarbeit und einen zukunftsgerichteten Strukturwandel fördern. Der Kirchenrat liess sich beauftragen, ein neues Reglement auszuarbeiten; am Büro der Synode liegt es dann, eine Synodalkommission zur Vorberatung des kirchenrätlichen Entwurfs einzusetzen.

Die Interpellation von Christina Graf, Rebstein, und Mitunterzeichnenden „Wer hat Anspruch auf Bildungsurlaub“ sowie diejenige von Max Leibundgut, Bad Ragaz, zu „Hilfswerke machen Politik gegen uns“ wurden vom Kirchenrat beantwortet.

Die Synode nahm Kenntnis vom Bericht über die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes.

Die Vizepräsidentin des Kirchenrates Renate Meyer-Koprio, Nesslau, kündigte an, dass sie im Lauf des Jahres 2004 aus der Exekutive zurücktreten wird. Die Nachfolge könnte an der kommenden Sommersynode geregelt werden. Dem Kirchenbezirk Toggenburg ist es aufgetragen, für eine Kirchenratskandidatur zu sorgen.

Bei Sitzungsende Schluss wurde Synodalpräsident Dr. Walter Würzer, Thal-Lutzenberg, vom Kirchenparlament verabschiedet. Für seine umsichtige und weise Amtsführung während zweier Jahre wurde ihm gedankt.


Die Abschlussfeierlichkeiten zum 200-Jahr-Jubiläum der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen wurden um 16 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Kirche St. Laurenzen in St. Gallen begangen. Durch den Festgottesdienst führte Kirchenrätin Renate Meyer. Die von Peter Roth komponierte und von Hans Ruedi Fischer getextete Jubiläums-Motette wurde vom Kirchenchor Alt St. Johann vorgetragen. Nach Grussorten von Regierungspräsident Hans Ulrich Stöckling, Bischof Ivo Fürer und vom Vizepräsidenten des SEK Paul Schneider hielt Prof. Hans Weder die Festansprache zum Thema „Sich der Wahrheit anvertrauen – die Bibel im Leben der Kirche unter der Menschen“.

 
     
  St. Gallen, 3. Dezember 2003 Markus Bernet, 1. Sekretär der Synode  
     
   
     
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