Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 
     
  Wintersynode 2001 - Rückblick  
  Kurzbericht über die Wintersession vom 3. Dezember 2001 im Grossratssaal in St. Gallen  
 

 

 

 
 

Der Voranschlag 2002 der Kantonalkirche und das Budget 2002 des Kirchenboten sind genehmigt worden.

Der von einer Synodalkommission vorbereite neue Geschäftsreglements der Synode wurde in 2. Lesung gutgeheissen. Es tritt auf 1. Juni 2002 in Kraft.

Die Anträge des Kirchenrates zu Supervision und Weiterbildung für Pfarrer, Pfarrerinnen, Gemeindehelfer, Gemeindehelferinnen, Katechetinnen und Katecheten fanden in 2. Lesung Zustimmung und treten auf 1. Januar 2002 in Kraft.

Die Einführung der sechsten Ferienwoche nach Vollendung des 55. Altersjahres für Pfarrer, Pfarrerinnen, Gemeindehelfer, und Gemeindehelferinnen wurde in 2. Lesung unterstützt und tritt ebenfalls auf 1. Januar 2002 in Kraft.

Nach Einführung des neuen Lehrplans an der Volksschule mussten einige Artikel in der Kirchenordnung angepasst werden. Diese Anpassungen wurden in 2. Lesung genehmigt und werden ab 1. Januar 2002 wirksam.

Den Änderungen in der Kirchenordnung bezüglich Erhöhung der Gestaltungsfreiräume für Kirchgemeinden, Stimmrecht für ausländische Gemeindeglieder und "Aufräumung" wurden in 2. Lesung zugestimmt und treten auf 1. Januar 2002 in Kraft.

Der Änderung im Art. 16 des Reglements über den Finanzausgleich wurde in zweiter Lesung entsprochen. Sie tritt auf 1. Januar in Kraft. Somit wird es nun möglich sein, unter Einhaltung der notwendigen Ausführungsbestimmungen Gelder für Projekte in regionaler Zusammenarbeit zu erhalten.

Zum Begehen des 200-Jahr-Jubiläums der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen im Jahr 2003 sprach die Synode einen Kredit. Für die Planung und Realisierung von Projekten und Anlässen zum 200-Jahr-Jubiläum der Kantonalkirche im Jahr 2003 ist ein Betrag von 225'000.-bewilligt worden.

Die Synode hat den Kirchenrat ermächtigt, sich an der Gründung der Stiftung Kapelle Schwägalp zu beteiligen und ihn damit beauftragt, den Eigentumsanteil der Kantonalkirche an der paritätischen Kapelle Schwägalp in der Höhe eines Sechstels als Sacheinlage in die Stiftung Kapelle Schwägalp unentgeltlich einzubringen.

Das Papier St. Galler Kirche 2010 "nahe bei Gott - nahe bei den Menschen" wurde verabschiedet. Es geht nun darum, die Umsetzung der Leitziele bis ins Jahr 2005 in Angriff zu nehmen.

Das "Verhalten der evangelischen Kirche des Kantons St. Gallen in Bezug auf Flüchtlingsnot, Kirchenkampf und Flüchtlingspolitik für den Zeitraum 1933 - 1948" (Motion Peter Zimmermann), niedergeschrieben im Buch "Das Gewissen sprechen lassen" von Frau Prof. Marianne Jehle-Wildberger, wurde zur Kenntnis genommen. Das Buch ist auf der Kirchenratskanzlei oder im Buchhandel zum Preis von Fr. 34.-- erhältlich.

Mit einigen Gegenstimmen verabschiedete die Synode eine Resolution von Arne Engeli, Rorschach, und 13 Mitunterzeichnenden zum UNO-Beitritt: "Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen unterstützt die Empfehlung des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, der Schweizer Bischofskonferenz und der Hilfswerke, der Initiative für einen Beitritt der Schweiz zu den Vereinten Nationen zuzustimmen."

Die Synode nahm Kenntnis zum mündlichen Bericht über die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes.

Am Schluss wurde Synodalpräsidentin Elisabeth Bircher vom Kirchenparlament verabschiedet. Für ihre umsichtige und charmante Amtsführung wurde sie mit Dank bedacht.

 
     
  Markus Bernet, Kirchenschreiber  
     
   
     
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