Evangelisch-reformierte
Kirche des Kantons St. Gallen
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Runder Tisch Menschenhandel
Mit vereinten Kräften den Menschenhandel bekämpfen
Wirksame Strafverfolgung von Tätern, verbesserter Schutz der Opfer, interdiszipinäres Zusammenwirken von staatlichen und nichtstaatlichen Stellen: Das sind Kernelemente der St. Galler Absichtserklärung zur Bekämpfung von Menschenhandel.
Die Arbeitsstelle Diakonie hat das Problem Menschenhandel an den Kirchenrat heran getragen, der sie beauftragte, die Projektierung für einen Runden Tisch zur Bekämpfung von Menschenhandel im Kanton St. Gallen zu übernehmen. Vertreterinnen und Vertreter von Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft, Ausländeramt, Opferhilfe, Frauenhaus und Gemeinden haben sich während eines Jahres fünf Mal am Runden Tisch getroffen und sich nach intensiven Gesprächen auf eine Absichtserklärung geeinigt. Ein Leitfaden wurde den St. Galler Verhältnissen angepasst und verabschiedet. Der Leitaden regelt Zuständigkeiten und Abläufe. Alljährliche Evaluationstreffen sollen die Nachhaltigkeit sichern.
Der Handel mit und die Ausbeutung von Menschen stellen schwerwiegende Straftatbestände und Vergehen gegen die Menschenwürde dar. Das Bundesamt für Polizei schätzt, dass in der Schweiz 1'500 bis 3'000 Personen von Menschenhandel betroffen sind. Mit koordinierten Vorgehen will die interdisziplinäre Arbeitsgruppe die Täter wirksamer verfolgen und die Opfer besser schützen. Sie arbeitet daher mit der Schweizerischen Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM) des Bundes zusammen.
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