Protestantisch-kirchlicher Hilfsverein
1843 gegründet, ist der Protestantisch-kirchliche Hilfsverein
des Kantons St.Gallen einer der ältesten Vereine der St.Galler
Kirche. Noch vor der Gründung der Eidgenossenschaft haben die
Schweizer Protestanten kantonsübergreifend einander unterstützt.
So konnten die in der Diaspora lebenden Gemeinden ihre Kirchen und
Pfarrhäuser finanzieren. Von dieser Solidarität haben in
unserem Kanton zuerst Rapperswil, dann mehrere Gemeinden im Fürstenland,
im Alttoggenburg und im Sarganserland profitiert.
Die Protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine finanzieren sich durch
Mitgliederbeiträge, durch Spenden und Legate. Die wichtigsten
Einnahmequellen sind die Kollekten. Die Pfingstkollekte und die
Reformationskollekte gehören seit 1899 zu den "vorgeschriebenen,
jährlich wiederkehrenden Kollekten" für St. Galler
Kirchgemeinden.
Mit der Reformationskollekte wird am Reformationssonntag von allen
kantonalen Sektionen gemeinsam eine Schweizer Diasporagemeinde
unterstützt.
Gesamtschweizerisch ist zudem die Konfirmandengabe jeweils
für ein Jugendprojekt im Ausland bestimmt.
Die Pfingstkollekte ist für die Aufgaben des St. Galler Hilfsvereins
bestimmt. Seit Jahren wird mit den eigenen Mitteln die Kirchgemeinde
Ascona/Locarno mit jährlich 30'000 Franken unterstützt.
Darüber hinaus fördert der St. Galler Hilfsverein Werke
in der Schweiz und in Italien, neuerdings auch in Cuba. Um weiterhin
auch im eigenen Kanton Projekte unterstützen zu können,
wurde im Jahr 2001 der Zweckartikel erweitert. Auch innovative
Projekte, die "das Erbe der Reformation für Kirchgemeinden
oder für die Gesellschaft neu zum Tragen bringen", können
gefördert werden.
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